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Anlagestrategie - Pfui Mini-Zinsen: Hier gibt’s noch interessante Renditen für Ihr Geld
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2016 bremsten viele Faktoren die Börsen. Nach der Brexit-Abstimmung bieten sich nun viele neue Chancen. Lassen Sie sich inspirieren: Von 25 Ideen für eine finanziell erfolgreiche Zukunft.
Nein, ein berauschendes Börsenjahr war das bisher nicht. Eher ein Hängen und Würgen. Ein hoffnungsvolles Auf, dem gleich wieder ein frustrierendes Ab folgte. Keine einheitliche Tendenz etwa beim Dax , der bei einem Stand von 10.485 Punkten startete, aber dann bis Mitte Februar satte 17 Prozent verlor und auf 8752 Zähler absackte. Danach kämpfte sich der deutsche Leitindex zwar innerhalb von einigen Wochen wieder zur Marke von 10.000 hoch - um mit dem Brexit zunächst wieder deutlich unter diese Marke zu fallen.

Dax tief im Minus
Das ernüchternde Fazit nach einem halben Jahr: Der Dax hat es 2016 noch nicht einmal geschafft, seinen Ausgangspunkt wieder zu erreichen, und ist nach wie vor im Minus. Die Gründe für die Frust-Börse sind schnell ausgemacht: der nach wie vor niedrige Ölpreis, die enttäuschenden Wachstumsprognosen, die unklare Notenbank-Politik. Zuletzt drückten dann noch die Brexit-Debatte und nun der Ausstieg der Briten wie ein schwerer Bremsklotz auf die Börsenparkette.

Jetzt richtig anlegen
Zeit also, im zweiten Halbjahr noch mal neu durchzustarten! Unsere Empfehlungen bieten dafür jede Menge gute Geldideen. Das Spektrum reicht dabei von supersoliden Immobilienanlagen wie dem seit 44 Jahren schwarze Zahlen schreibenden Fonds Hausinvest über die seit mehr als 100 Jahren ununterbrochen Dividende zahlenden US-Unternehmen bis hin zu spekulativen, aber auch sehr renditeträchtigen Investitionsmöglichkeiten wie einen Aktienfonds mit Silber fördernden Firmen.

Auch ungewöhliche Geldanlagen haben den Weg in unsere Top-Liste gefunden. Ein Beispiel? Warum in Zeiten der Nullzinspolitik nicht mal den Spieß umdrehen und selbst Geld verleihen? Dafür gibt es schließlich noch Zinsen - von drei Prozent (bei konservativer Kreditvergabe) bis zu zehn Prozent (bei hohem Risiko).

Oder eine Einmalzahlung in Private Insuring. Das sind legale, maßgeschneiderte liechtensteinische oder luxemburgische Versicherungspolicen, die neben der Steuerbegünstigung noch mehrere weitere Vorteile bieten.

Manche Firmen profitieren von der Nullzinspolitik
Manchmal verbinden sich das solide Geschäft, die nachvollziehbare Investitionslogik und eine hohe Rendite sogar auf wunderbare Weise. So wie bei der bodenständigen deutschen Firma Helma Eigenheimbau . Sie profitiert von der hemmungslosen EZB-Zinspolitik. Bei 10-Jahres-Darlehen mit einem Zinssatz von einem Prozent erfüllen sich immer mehr Deutsche den Traum vom Eigenheim. Und das baut ganz oft Helma. Das brummende Geschäft schob auch die Aktie nach oben: um 37 Prozent jährlich seit 2011. Der Boom dürfte so lange weitergehen, bis die Zinsen deutlich steigen . . . also noch lange.

1. Die Idee: Solide und steueroptimiert
CHANCE:* RISIKO:
Die Logik: Der Offene Immobilienfonds, aufgelegt von der zur Commerzbank gehörenden Commerz Real, ist ein konservatives und wertstabiles Basisinvestment, das in Zeiten von Minizinsen und Bibber-Börsen fester Bestandteil eines jeden Portfolios sein sollte. Mit Hausinvest investieren Anleger in solide Sachwerte, speziell in große Bürokomplexe, Einkaufszentren und Hotelanlagen. Der Fonds ist breit diversifiziert. 99 Objekte sind über 59 Städte in 19 Ländern verteilt. Die Vermietungsquote beträgt 93 Prozent.
Das Investment: Seit seiner Auflegung im Jahr 1972 weist der Fonds dank des aktiven Portfolio- und Asset-Managements jedes Jahr eine positive Rendite aus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug die Rendite 2,5 Prozent p. a. Am 13. Juni war wieder Zahltag. 0,60 Euro pro Anteil schüttete Hausinvest aus.
Der Clou: Über die Hälfte der Ausschüttung ist vollkommen steuerfrei. Nur 26 Cent müssen versteuert werden. Voll steuerpflichtige Anlagen müssten demnach 3,15 Prozent Rendite bringen, um nach Steuern das gleiche Ergebnis wie Hausinvest zu erzielen. So viel Solidität wird belohnt. Die unabhängige Rating-Agentur Scope hat Anfang Juni die aktuellen Ratings der Offenen Immobilienfonds veröffentlicht. Hausinvest konnte sich von A auf A+ steigern. Scope bescheinigt Hauinvest zudem eine solide Risiko-Rendite-Relation und bestätigt die hohe Qualität des Fonds zum wiederholten Male.

2. Die Idee: Private Insuring - steuerbegünstigte Vermögensanlage im Policenmantel
CHANCE:** RISIKO:*
Die Logik: Den Lebensversicherungen macht das dauerhafte Nullzinsniveau der Notenbanken zunehmend zu schaffen. Inzwischen geht es bereits ans Eingemachte der Gesellschaften. Viele Anbieter schließen mittlerweile ihren Lebensversicherungsbereich sogar komplett für das Neugeschäft. Zu sehr haben sie an den Garantieversprechen der Vergangenheit zu knabbern. So mancher Branchenbeobachter sieht daher bereits den gesamten Lebensversicherungsmarkt am Ende. Und doch gibt es viel versprechende Nischen, die für vermögende Privatkunden zunehmend interessant werden. So wie das gesetzeskonforme Wiederaufleben des privaten Vermögensaufbaus im liechtensteinischen oder Luxemburger Policenmantel.
Das Investment: Private Insuring nennen sich die professionell gestalteten Policen, die auf persönliche Kundenbedürfnisse maßgeschneiderte Lebensversicherungen mit Fonds- oder ETF-Investments bieten. Sie richten sich an vermögende Anleger, die oft ab 50 000 Euro Mindestbeitrag, vereinzelt auch bereits ab 10.000 Euro Einmalbeitrag einsteigen können. Dabei vereinen solche Verträge gleich fünf Vorteile für die private Vermögensanlage:

Erstens sorgt der nach deutschem Steuerrecht begünstigte Policenrahmen für einen höheren Vermögenszuwachs. Denn solange das Vermögen im Vertrag bleibt, hat der Fiskus keinen Zugriff auf die Erträge. Zudem bleibt bei Auszahlungen die Hälfte des Gewinns steuerfrei, wenn der Vertrag bereits zwölf Jahre läuft und der Kunde mindestens 62 Jahre alt ist. Im Todesfall erhalten die Begünstigten die gesamte Summe einkommensteuerfrei. Den Erfolg der Steuervorteile verdeutlicht die Grafik unten: Bei einer Einmalzahlung von 250.000 Euro mit 30 Jahren, einer Rendite von vier Prozent und jährlichen Entnahmen in Höhe von 24.000 Euro ab dem Alter von 65 Jahren kann die Versicherungslösung am Ende mit einem über 600.000 Euro höheren Vermögen überzeugen.

Zweitens sind in Liechtenstein und Luxemburg deutlich flexiblere Vertragsgestaltungen als hierzulande möglich. Regelmäßig werden daher Laufzeiten bis zu 100 Jahren und die Möglichkeit zu jederzeitigen Teilauszahlungen vereinbart. Das erlaubt die optimale Nutzung der Steuervorteile. Drittens sorgt ein reduzierbarer Risikoanteil der Lebensversicherung dafür, dass die Police einerseits in Deutschland vom Fiskus anerkannt wird, und andererseits für niedrigere Beiträge des Kunden.
Viertens haben solche Private-Insuring-Verträge weit gehende Anlagefreiheit. Der Anlagemix lässt sich nach der persönlichen Risikopräferenz variabel gestalten und kann so schwerpunktmäßig auf renditestarke Anlagen setzen. Um das Renditepotenzial nochmals zu steigern, wird dabei fünftens auf besonders kostengünstige und transparente Investments gesetzt: ETFs, institutionelle Tranchen von Fonds und interne vermögensverwaltende Fonds.

3. Die Idee: Kredite vergeben
CHANCE:** RISIKO:*
Die Logik: Die Habenzinsen sind nahe null, die Sollzinsen nicht. Leider ist der offizielle Geldverleih an den Besitz einer Banklizenz geknüpft, das Geschäft professionellen Kreditinstituten vorbehalten. Über Kreditmarktplätze im Internet können Privatanleger dennoch in den lukrativen Darlehensmarkt einsteigen und Ratenkredite an Privatleute und Gewerbetreibende mitfinanzieren.
Das Investment: Das Prinzip ist simpel. Kreditsucher melden sich bei Plattformen wie Auxmoney, Funding Circle oder Lendico an und beschreiben, wie viel Geld sie wofür benötigen. Die Marktplätze prüfen die Bonität der Schuldner, versehen den Kredit mit einem adäquaten Zins und schalten das Projekt frei. Anleger können dann Teilbeträge für Kredite ihrer Wahl zusagen. Ist ein Kreditgesuch vollständig finanziert, wird das Geld ausbezahlt und fließt in regelmäßigen Raten samt Zinsen zurück. Und die Sache mit der Banklizenz? Im Hintergrund wird immer ein echter Bankkredit vergeben, das Institut tritt die Forderung ab. Anleger sollten ihr Investment unbedingt über möglichst viele Kredite streuen, um das Ausfallrisiko zu senken. Einzelne Plattformen bieten von sich aus nur eine Anlage in breite Kreditportfolios. Drei bis fünf Prozent Rendite p. a. sind bei konservativer Strategie drin, über zehn bei sehr hoher Risikofreude.
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